NZ: 08.12.2012 Sa, 51.Tag St Arnaud

51.Tag Sa, 08.12.2012
Saint Arnaud / 0 Km

Fieldday: Für die Schuljugend von Saint Arnaud beginnt heute ein besonderer Tag. Immer gegen Ende des Schuljahres wird dieses Fest organisiert, wobei die beteiligte Jugend den Hauptteil dazu liefert. Die Gruppe 1, nämlich die 1. und 2. Klässler, zu der Lena und Henrick gehören, haben die Aufgaben:
1. Eine Süssigkeit herzustellen. (Mailänderli und Spitzbuebe werden gewählt)
2. Eine Zeichnung des Santaklaus auszumalen
3. Ein Foto zu machen von einem Tier
4. Eine Weihnachtskarte zu zeichnen oder auszumalen
5. Ein Tier aus Gemüse zu schnitzen
Gruppe 4, zu der Jan gehört, muss
1. Einen Kuchen backen (Jan wählt Oepfelstrudel)
2. Eine Figur schnitzen aus Gemüse (Jan baut eine fantasiereiche Burg)
3. Eine Fotoserie mit Photoshop herzustellen
4. .
Die Eltern bringen für die Allgemeinheit mit:
1. Eine Schüssel voll Salat
2. Einen Dessert
Die Gruppe 2 hatte u.a. die Aufgabe, einen Hund mitzubringen, der dann prämiert wurde.
Die Gruppe 3 musste irgend ein Haustier mitbringen (von der Ratte über ein Lamm, Ziege, Hühner bis hin zu einer Kaulquappe)

Alles, was sonst noch so gebraucht wird, wird von den Erwachsenen mitgebracht: Fleisch, Würstchen zum Grillieren, Getränke, Gläser, Geschirr, Besteck, Brot, Senf, Stühle, Mayonnaise, Salz und Pfeffer: einfach die „ganze Küche“. Dies ist nebenbei bei jeder privaten Zusammenkunft üblich, dass jeder alle Zutaten selber mitbringt.
Die „Aufgaben“ werden in den Klassenzimmern aufgestellt und von einer Jury begutachtet. Stolz bringen die Kinder dann die Diplome nach Hause. – Das ist jedoch nur ein Teil dieses Tages.

Eine Mordssirene geht los, und zwei Feuerwehr-Lastwagen fahren auf das Gelände, wo ein simulierter Autounfall aufgebaut wurde. Fachmännisch mit Erklärungen übers Megaphone wird das Wrack mit Schneidwerkzeugen etc auseinandergenommen und der Fahrer „gerettet“.
Dann sind Spiele angesagt: eine rutschig gemachte Plastikbahn, auf der die Kinder, angegurtet an einem Gummiseil, einen Ball in einen bereitstehenden Kessel befördern sollen. Es geht nass zu und her: ein Mordsgaudi, und dies bei sehr kühlen Temperaturen und einem Windchen, bei dem wir Alten uns mit Pullover und Windjacke bestücken. Aber den Kindern macht das offensichtlich nichts aus, im pflutschnassen T-Shirt und Shorts herumzustehen.

Dann Seilziehen, bei dem auch die Erwachsenen voll mittun. Die Rangverkündigung folgt; und dann geht’s ans Essen.
Es gibt total rund 40 Schüler der 7 Grundklassen. Was auffällt: es gibt keinen „Klassengeist“, sondern die Grösseren spielen und tollen mit den Kleinsten als eine grosse Familie.

Das einzig Störende an diesem „Feldtag“ waren vor allem am Vormittag die Geschwader von Sandflies. Wir halten uns diese etwas vom Leibe, indem wir uns mit Anti-Spray einschmieren. Den Einheimischen scheinen diese Viecher nichts mehr auszumachen.
Am Ende werden zu Hause die Diplome für erste und weitere Ränge stolz aufgehängt oder sonstwie verstaut.

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