Nordkap Mo, 13.06.2016 Tag 17 Ifjord-Vadsö

Titel:   <strong>Nordkap Mo, 13.06.2016  Tag 17</strong> <em><strong>Ifjord-Vadsö</strong></em>

 

Strecke:                                        Ifjord-Tana bru-Vadsö-Vardö-Vadsö

Statistik:                                       323 Km   4‘990 Km  48 Km/h    6 Std. 37‘   83 Std. 08‘  1014mb  7 Grad

Wetter:                                         bedeckt, Wasser in der Luft, schön, bedeckt

Koordinaten Ziel:                      N 70ᴼ 04,340‘   E 29ᴼ 45,328‘

Tageslänge:                                 24 Std.

 

Wir haben in dieser Einsamkeit gut geschlafen. Leider war es gestern „Nacht“ bedeckt, sodass wir von der Mitternachtssonne wieder nichts zu sehen bekamen, und heute Morgen ist das Wetter dito. Wir fahren auf der neu und sehr grosszügig ausgebauten 98 weiter, Wasser liegt in der Luft, sodass die Scheibenwischer immer mal Arbeit bekommen. Ansonsten sind wir auf weite Km das einzige Fahrzeug auf der Strasse. Weite Talmulden sind mit Gebüsch und erstaunlich viel halbhohem Wald bewachsen. In den nun folgenden höheren Lagen so bis 300 müM jedoch wächst nichts mehr ausser Flechten und ganz kleinem Gebüsch. Rentiere sind unterwegs. Aber vom Schnee, der laut Reiseführer hier auch im Sommer nicht mehr wegschmelzen soll, ist weit und breit nichts zu sehen ausser einigen kleinen Flecken. Die Landschaft ist aber auch bei diesem trüben Wetter eindrucksvoll.

Wir fallen wieder steil ab auf Fjordhöhe und folgen dann dem von Finnland herkommenden Fluss Tana nach Süden bis Tana bru. Steil abfallend war auch die Qualität der Strasse; denn auf etwa 30 Km Länge ist das holprige Stück mit höchstens 40 Km/h zu befahren. Es ist aber schwer zu betonen, dass dieser Teil das erste schlechtere Teilstück auf unserer nunmehr fast 4‘000 Km langen Fahrt war.

Nach einem ausgiebigen Kaffee-Halt schwenken wir wieder auf die E6 ein, verlassen sie dann aber nach wenigen Km wieder „ausser Fahrplan-mässig“. Denn das Wetter hat seinen Charakter wieder vollständig geändert. Wir haben den Wolkendeckel verlassen und befinden uns nun wieder in einer blauen Zone mit eitel Sonnenschein. Dieses Wetter wollen wir nutzen, um auf der Nordseite des Varangerfjords einen Abstecher zu machen und uns die Gegend über Vadsö bis Vardö (142Km) anzusehen. Und wie sich dieser Abstecher lohnt. Die hier immer flacher werdenden Berge lassen dem Fjord entlang immer mehr leicht ansteigendes Gelände. Ein Dörfchen folgt dem anderen, und zwischendurch gibt’s fast überall verstreut kleine Wohn- oder Ferienhäuschen.

Vadsö ist das erste kleine Städtchen. Wir dachten, dass wir Morgen von hier aus das Hurtigruten-Schiff nach Kirkenes besteigen könnten, 1. um nicht den gleichen Weg wieder zurückfahren zu müssen und 2. um ein Hurtigruten-Schiff auch in Fahrt erleben zu können. (Besichtigt haben wir ja bereits eines in Tromsö). Aber im hiesigen Informationsbüro erhält Ruth die Auskunft, dass die Hurtigruten keine Wohnmobils wegen der Gasflaschen befördern würden. PW’s in beschränkter Zahl wären kein Problem.

Also fahren wir halt weiter auf der gut ausgebauten E75 in Richtung Vardö. Leider verschlechtert sich das Wetter nach Osten zusehends, und die letzten 40 Km befinden wir uns wieder unter einer durchgehenden Wolkendecke. Vardö erwartet uns mit Nebel und Nieselregen, sodass wir beim Flugplatz Vardö kurzentschlossen rechtsumkehrt machen. (Ein weiterer Grund ist, dass die letzten 5 Km nach Vardö, das auf einer Insel liegt, wieder mit einem unterseeischen Tunnel erschlossen sind. Nicht gerade sympathisch).

Also geht’s durch weites Land immer unmittelbar der Küste entlang durch viele frei weidende Schafe mit ihren Jungtieren und auch an einigen kleinen Rentierherden vorbei die 76 Km wieder zurück nach Vadsö. Ruth hat bereits auf dem Hinweg im Informationsbüro erfahren, dass wir auf einem grossen Parkplatz direkt neben dem neuen Gebäude der Bibliothek die Nacht verbringen könnten.

Zuerst geniessen wir aber noch einen feinen Znacht mit u.a. einem Rentier-Steak im einzigen Hotel des Platzes, dem Scandis-Hotel. (Scandis-Hotels gibt es in jeder Stadt).

 

PS1: Schon seit wir in Norwegen unterwegs sind staunen wir über die vielen Autos, die mit defekten Frontlichtern unterwegs sind. Nicht wenige davon sind sogar „Einäuger“.

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One Response to Nordkap Mo, 13.06.2016 Tag 17 Ifjord-Vadsö

  1. Bianca Steiner says:

    Hallo ihr Lieben
    Das hört sich ja alles sehr abenteuerlich an.
    Wie hat das Rentier geschmeckt?
    Weiterhin noch viel Spass auf eurer tollen Reise.
    Liebe Grüsse eure Steiners

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