Nordkap Fr, 01.07.2016 Tag 35 Helsinki(FIN)-Pärnu(Eesti)

Strecke:                                        Helsinki-Tallin-Pärnu

Statistik:                                       163 Km   7‘597 Km  38 Km/h    4 Std.14‘   1014mb  28ᴼ

Wetter:                                         Helsinki schön, Tallin regnerisch, nachher bedeckt.

Koordinaten Ziel:                      N 58ᴼ 23,111   E 24ᴼ 31,542

Tageslänge:                                 03:19 – 21:31  =  18 Std. 12 Min.   =   – 38‘  zu gestern

Bei schönstem Wetter fahren wir heute morgen zum nahe gelegenen Westhafen, wo für 10:30 die Fähre M/S Superstar „….“ Gebucht haben.

Das ganze Hafenareal ist eine einzige Baustelle. Wir müssen uns buchstäblich um Baugruben und Kranen in engen freigelassenen Gassen bis zum Eincheck-Areal durchmogeln. Dabei sind die Angaben, welche Gasse wir als Kleincamper zu nehmen haben, gar nicht so eindeutig. Aber wir schaffen es und stehen schnell in der zugewiesenen Parkspur (12 Parkspuren für Autos und 3 Spuren für Lastwagen). Wir beobachten das nicht mehr enden wollende Entleeren der Fähre, die pünktlich hier angelegt hat. Dutzende von Lastenzügen mit Anhängern und 100te von Autos verlassen die Fähre.

Wir verschwinden dann auch im Bauch des Schiffes auf Parketage 2 von 3 und hoffen, dass wir am Ende in Tallin unser Womo wieder finden!

Auf so einer grossen Fähre bin ich noch nie gefahren. (Die von Calais nach Dover sind etliches kleiner). Wir erkunden das Schiff von Innen. Für uns Landratten ist dies doch eine schöne Abwechslung.

Der Himmel ist während der ganzen Überfahrt wolkenlos. Aber gegen Tallin fahren wir unter einen Wolkendeckel, und Tallin selber empfängt uns mit Regen. Wir finden einen bewachten Parkplatz in unmittelbarer Nähe zur Altstadt. Das Wetter hat wieder „aufgetan“. Es ist heiss und feucht.

Den Spaziergang durch die talliner Altstadt geniessen wir dennoch. Welch ein Kontrast zu Helsinki. Hier ist die eigentliche Altstadt sehr viel kleiner, sehr viel baufälliger (vor allem Strassen und Trottoirs), sehr viel enger, überschaubar, aber sehr romantisch.

Da der Tag noch lange ist, entschliessen wir uns, noch weiterzufahren. Wir werweissen noch, ob wir einen östlichen Umweg „der Küste entlang“ fahren wollen, entscheiden uns dann doch für den direkteren Weg auf der E67, die schnurstraks nach Süden weist. Die nächsten 200 Km sind eigentlich langweilig. Wir fahren mehrheitlich wieder durch Wälder wie in Finnland, und die Dörfer, so es welche hat, sind irgendwo im „Urwald“ versteckt. Pärnu ist die nächste grössere Stadt, versteckt in einem Winkel des Rigaer Meerbusens. Hier finden wir inmitten der Stadt am Fluss Vändra einen schön gelegenen Camping. Wir brauchen den auch nach einigen Nächten nur auf Parkplätzen, denn unser Wassertank ist fast leer, der separate Frischwasservorrat ist auch zu Ende, und hie und da muss man halt auch den WC-Behälter wieder leeren.

PS1: Dass Norwegen und Finnland hinter uns liegen, merkt man in Estland von der ersten Minute an. Die Ruhe auf den Strassen ist vorbei. Es wird gefräst, gedrängelt, vor den Fussgängerstreifen nicht mehr angehalten etc etc. Wir sind wieder „zu Hause“. Es kann ja nicht nur an den Russen liegen, die hier in Estland 27% der Wohnbevölkerung stellen. (Gesamtbevölkerung 1,4 Mio.) (45‘000 Km2)

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