Nordkap Sa, 09.07.2016 Tag 43 Warschau-Wroclaw(Breslau)

Strecke:                                        Warschau-Breslau

Statistik:                                       348 Km   9‘242 Km  65 Km/h    5 Std.19‘   1008mb  22ᴼ

Wetter:                                         bedeckt

Koordinaten Ziel:                      N 51ᴼ 07,014   E 17ᴼ 05,517

Tageslänge:                                 04:47 – 21:06  =  16 Std. 19 Min.   =   – 12‘  zu gestern

Auf einer neuen Autobahn geht es weiter. Sie ist über Km hinweg, einmal rechts, dann links und wieder beidseitig mit etwa 6 Meter hohen Lärmschutzwänden versehen. Wenn man in Längsrichtung hinter die Wände sieht, dann gibt es nicht selten dahinter nur Landwirtschaftland oder gar Waldstücke zu sehen. Oft ist weit und breit nichts von Wohnhäusern zu sehen, die geschützt werden müssten!!! Uns kommt der Verdacht auf, ob diese riesiglangen und gegen Lärm meist überflüssigen Wände nicht sogar Windschutzanlagen sein sollten???

Als Ziel haben wir heute Dresden vorgesehen. Aber erstens haben wir diese Stadt vor zwei Jahren besucht, und zweitens liegt auf der Strecke die Stadt Breslau (Wroclaw), die gemäss Führer mehr als nur einen kurzen Besuch wert wäre. Also ändere ich das Ziel auf dem GPS auf Wroclaw.

Ein Effekt dieser ellenlagen Autobahnwände ist, dass man oft nichts als die Autobahn sieht. Das stinkt mir dann mal und schon bald stelle ich mein GPS nochmals um: Ziel nach wie vor Wroclaw, aber mit Ausschluss von Autobahnen.  Also geht es die letzten 200 Km nur noch über Landstrassen und durch die Dörfer und Städtchen. Dies ist viel abwechslungsreicher, wenn auch langsamer. Aber wenn wir schon einmal in Polen sind, wollen wir nicht nur die Autobahn sehen.

Wir sind einigermassen erstaunt über die Sauberkeit in den Dörfern, und wir sind noch mehr erstaunt, wie neu und adrett die meisten Wohnhäuser und ihre unmittelbare Umgebung sind. Wohl gibt es natürlich auch halb Zerfallenes zu sehen (das gibt es ja auch bei uns zur Genüge), aber der Gesamteindruck ist postitiv. Alles sieht sehr „reicher“ aus als in den baltischen Ländern.

Um 16 Uhr sind wir auf dem Campingplatz beim Olympiastadion in Breslau. Sofort fahren wir mit dem holprigen Tram in die Innenstadt. Die ganze Altstadt ist eine Wucht. Der Marktplatz schlägt alle schönen Stadtplätze, die wir bis heute gesehen haben. Wir schlendern mit Massen von Menschen herum und können uns kaum sattsehen . Erst um halb 11 Uhr – es ist schon lange dunkel geworden – machen wir uns auf den Heimweg. Das Tram zur Rückfahrt finden wir dank iPad-Hilfe, und selbst in der Dunkelheit ist es nicht schwer, die richtige Station zum Aussteigen zu finden, denn sie ist gleichzeitig die Endstation dieser Tramlinie.

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