NZ: 01.11.2012 Do, 14.Tag Wellington

14.Tag Do, 01.11.2012
Wellington

Durch die Stadt Wellington verläuft eine Haupt-Bruchzone zwischen der Pazifischen und der Australischen Platte. An das letzte grosse Beben von 1855 mit der Magnitude 8.9 wird man überall erinnert. Vor allem auch im Te Papa – Museum sind Erdbeben und ihre Folgen ein grosses Thema. (Auch das Beben von 2010 puttygen download , das einen Grossteil von Christchurch zerstörte). Wenn man bedenkt, dass damals im Jahr 1855 (geologisch gesehen vor 1 Sekunde…) der westliche Stadtteil, der auf der australischen Platte liegt, um bis zu 6,4 m emporgehoben wurde und seitlich um bis zu 15 m verschoben wurde, dann kann man sich in etwa vorstellen, was für Kräfte da im Spiele sind. Das nächste Beben kommt bestimmt… Was dann mit all den bis zu 20-stöckigen Hochhäusern geschieht, die in den letzten Jahren direkt über dieser Bruchzone errichtet wurden, möchte ich mir lieber nicht vorstellen.
Aber der Mensch ist offensichtlich fatalistisch. Auf jeden Fall sieht man es dieser Stadt und ihren Bewohnern nicht an, dass sie sozusagen auf einem Pulverfass wohnen.
Vieles dazu erfährt man auch im Internet!
7 Std. sind wir heute auf den Beinen: 4 davon verbringen wir im hochinteressanten Te Papa Museum of NZ. (Im Internet erfährt man mehr, ich verzichte deshalb auf nähere Beschreibungen). Dann fahren wir mit dem Bus Nr.20 auf den Mt. Victoria und geniessen dort bei schönstem Wetter, aber äusserst heftigen Winden die Aussicht nicht nur über den uns bereits bekannten Stadtteil mit Hafen auf der nördlichen Seite, sondern auch über den Stadtteil ennet einem Hügelzug mit dem anschliessenden internationalen Flugplatz von Wellington bis hinüber zur dank den Erdbeben zur Halbinsel gewordenem, stark bebauten Teil Maupuia.
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PS1: Im Te Papa Museum erfahren wir z.B., dass der Riesenvulkan von Taupo seit der Zeit vor 16‘500 Jahren inzwischen 8 Mal explodiert ist, zum letzten Mal vor ca 1800 Jahren! Damals lebten noch keine Menschen auf NZ…..!!!
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PS2: Wellington präsentiert sich nicht mehr ganz so sauber. Auch die Hektik habe ich bereits erwähnt. Die kleineren Orte und Städtchen im Norden präsentierten sich ja in einem unglaublich sauberen Zustand. Nicht eine Büchse, keine Plastikflasche, kein Plastikbeutel, kein anderer Abfall, keine Graffitis an den Wänden und Mauern: nichts sieht man auf Strassen und in allen Ecken, wo man hinschaut. Ein Bild, wie ich es aus früheren Zeiten in meinem Geburtskanton AR in Erinnerung habe, wo die Hausfrauen nicht nur am Wochenende mit dem Besen ums Haus herum alles säuberten!!! Zu dieser Sauberkeit passt auch der geschniegelte und gestrählte Rasen ums Haus herum und bis zur Strasse hin, der überall so wirkte, als ob er gerade mal wieder sauber gemäht worden wäre.
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One Response to NZ: 01.11.2012 Do, 14.Tag Wellington

  1. Danke Ruth für deine wunderbaren Berichte. Wo Emil draufsteht ist eben nicht immer auch Emil drin.

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