NZ: 13.11.2012 Di, 26.Tag Te Anau

4seohunt.com/www/www.emrusnews.ch 26.Tag Di, 13.11.2012
Queenstown – Te Anau

Den ganzen Tag über wird das wolkenlose Wetter anhalten. Wir verlassen die Stadt Queenstown ohne eine Ehrenrunde und wollen die weitere Umgebung noch erkunden.
Im Kolonnenverkehr geht es bis Frankton, wo sich auch der Int. Flughafen von Queenstown befindet. Dem statten wir einen kurzen Besuch ab und freuen uns ob der weiten Aussicht über den Lake Wakatipu nach Queenstown bis zu dem weit entfernten Skigebiet vom Mt. Cardrona. Dies jedoch nur auf der einen Seite des Flugplatzes. Auf der anderen Seite – hinter uns – reichen die Bergketten sozusagen bis an die Piste.
Einige Schritte entfernt vom Flughafen entdecken wir die Maui-Niederlassung von Queenstown (obwohl Queenstown hier ca 12 km entfernt liegt). Also benützen wir die Gelegenheit und lassen uns die Gasflasche austauschen, den Ölstand kontrollieren und die Scheiben ringsum auf Vordermann bringen.
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Die Weiterfahrt führt uns durch Landschaften, die mit der Nordküste
zusammen zu den schönsten zählen, die wir gesehen haben. Zuerst folgt die Strasse dem südlichen Arm des Lake Wakatipu. Links von uns der Höhenzug The Remarkables (mit kleinem Skigebiets-Versuch), dann die
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perfekt ausgebaute Strasse, rechts von uns der so tiefblaue See, dass er direkt kitschig wirkt, und dahinter die steil und unwirtlich abfallenden Felsenhänge in braun der Eyre Mountains, die zuoberst noch durch grellweisse Schneeflecken vom blauen Himmel getrennt sind. Einfach schööön. (Bis in die 1980-er Jahre gab es diese Strasse übrigens noch nicht: aller Verkehr ging mit Schiffen über den See.)
Am Ende des Sees der ursprüngliche Hafenort Kingston. Jetzt ein Nest mit 100 Ferienhäuschen. Viele Einwohner haben wir jedenfalls nicht gesehen.
Es folgt nun eine Strecke von ca 120 Km über Fairlight, Garston, Nokomai, Athol, Parawa und wie all die Nester heissen, die zum Teil aus nur einigen alten Häuschen bestehen. Die Landschaft ist aber atemberaubend. Weite Aussichten über hügelige Ebenen tun sich auf, immer gesäumt von wunderschönen Höhenzügen. Ackerbau wird hier betrieben auf riesigen Flächen, die von noch riesigeren fahrbaren Bewässerungsanlagen befeuchtet werden. Der Hauptzweig der Landwirtschaft sind und bleiben aber die Schafe. Schafherden, wo man nur hinblickt! Wir schätzen, dass wir allein auf diesen 120 Km 50 Mio. Schafe zählen könnten!!! Was für ein Schafland, dieses NZ!!! Und noch keine einzige Metzgerei haben wir gesehen. Es muss doch im Land grösste Schaf-Metzgerei-Fabriken geben! Wohin nur geht all dieses Fleisch?? (Im Internet mal nachsehen).
Jetzt im Frühling werden die Schafte geschert. Wir sehen aber am
Strassenrand nur 2, 3 Gruppen von 4-6 Leuten, die damit beschäftigt sind. Bei einer halten wir an und kommen noch gerade recht, um das Endspiel der Schererei einer Gruppe von vielleicht 150 Schafen mit ihren Jungen noch mitzubekommen. Die Schererei der Muttertiere ist gerade vorbei. Nicht aber die Arbeit!!! Denn jetzt kommen die separat gehaltenen Jungtiere noch an die Reihe. Nicht aber zum Scheren, denn dazu sind sie ja noch viel zu klein. Nicht zu klein sind sie jedoch, um einem nach dem anderen mit einer grossen, elektr. betriebenen Handschere die Schwänze abzuzwicken. Alle Gegenwehr der Jungen hilft nichts. Ein ganzer Haufen dieser Schwänze liegt bereits beisammen, und ein Mitarbeiter ist schon dabei, diese zu zählen und auf einen anderen Haufen zu werfen! Welch ein Business!
Daneben werden aber auch erstaunlich viele Herden von Hirschen gehalten! Seltener werden hier Kuhherden gehalten.
Te Anau am gleichnamigen, grössten See der Südinsel und zweitgrössten See Neuseelands ist ein hübsches Ort. Bier und Whisky in einem Restaurant im „Zentrum“ bekommen uns jedenfalls an der Sonne bei 23 Grad Wärme bestens. Der örtliche Top10-Camping ist auch wieder von gewohnt hoher Qualität.
Auf 19:00 buchen wir eine Bootsfahrt zu den Caves of Glow Worms, der Glühwürmchen-Höhle. Ich dachte, dass wir wohl die einzigen Kunden so „spät“ am Abend sein würden. Aber das etwa 60-plätzige Katamaran-Schnellboot war dann pumsvoll. Der Himmel hatte sich in der Zwischenzeit überzogen, und in der Ferne sehen wir erste Regenschauer. – Nach einer halbstündigen Fahrt erreichen wir die Endstation. Führer übernehmen nun einzelne Gruppen, und mit der ersten dringen wir in das Höhlensystem ein. Über einen Steg, z.T. in gebückter Haltung, geht’s über einen tosenden Bach in der Höhle aufwärts. Es ist unglaublich laut, und es gibt jetzt auch mehr Platz in kleinen und grösseren Kavernen. Ein 2 m hohes Stauwehr wird erreicht, und dahinter schwimmen 2 je 12-plätzige Gondeln, in die wir flugs spediert werden. Jetzt beginnt die Fahrt im absoluten Dunkel ein Stück weiter in die Höhle hinein. Nein, nicht stockdunkel, denn an Wänden und Decken glimmt es von unzähligen, grünlich-gelben Lichtlein: den Glühwürmchen.
Zu schnell verrinnt die Zeit. Die anschliessende Bootsfahrt zurück in den beginnenden Abend hinein ist wieder recht eindrucksvoll. Ein sehr schöner Tag ist Vergangenheit.

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One Response to NZ: 13.11.2012 Di, 26.Tag Te Anau

  1. Guten Tag Ruth und Emil

    Eklipse verdunkelt den Norden Australiens
    2 Minuten und 5 Sekunden dauerte der magische Moment der totalen Sonnenfinsternis in North Queensland.
    Frage: Eigentlich sollte es bei Euch auch dunkel geworden sein! War es so?
    Gruss und besten Dank für die informationsreichen Berichte.
    Armin + Heidy

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