NZ: 27.11.2012 Di, 40.Tag Akaroa

40.Tag Di, 27.11.2012
Akaroa – Springfield / 200 Km

Der Blick in der Morgensonne vom erhöhten Campground aus über das Ferien- und Hafen-Örtchen Akaroa, dem blauen „Binnenmeer“, das umrahmt ist von grünen Höhenzügen, ist
herzerfrischend. Weit draussen in der Bucht ankert seit gestern Abend zudem ein Kreuzfahrtschiff wie auf Bestellung.
Wir fahren zum Ort abi, schlendern den blumengeschmückten Uferrestaurants entlang und begegnen dabei den Kreuzfahrtpassagieren, die sich für eine Busrundfahrt parat machen. Wir vergleichen die Atmosphäre mit Lazise am Gardasee.
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Für die Rückfahrt Richtung Christchurch benutzen wir dann nicht die 75, sondern machen den Umweg über das schmale Höhensträsschen, das uns im weiten Bogen von Akaroa bis fast nach Little River bringt. Dieses Höhensträsschen, das uns bis auf 650 müM bringt, ist gleichzeitig der heutige Höhepunkt.
Denn die Sicht aus dieser Höhe einmal nach links in die weite Bucht vom Akaroa Harbour, dann wieder nach rechts in die Goughs Bay, in die Hickory Bay, in die Le Bons Bay und wie sie alle heissen, macht einen fast schwindlig. Die Täler und die Berghänge sind grün, mehrheitlich kahl (Schafweiden), durchzogen von etwas Gebüsch und kleinen Föhrenwäldern. Wirklich eine einzigartige Umgebung!
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Die flache Weiterfahrt bis nach Christchurch ist dann auch abwechslungsreich, aber im Vergleich zur Höhenfahrt doch eher langweilig. – Unverhofft durchquert man bereits Vororte von Christchurch, man merkt’s an den einstöckigen Wohnhäuschen links und rechts der Strasse oder dass die Strasse 6-spurig wird (4 Spuren für den fliessenden Verkehr, 2 Spuren Parkbänder), und vor allem auch daran, dass man wieder in der Kolonne fahren muss!.
Wie immer in grösseren Orten – Christchurch ist die zweitgrösste Stadt von NZ – fahren wir zuerst kreuz und quer durch die Innenstadt. Wobei ein rechter Teil dieser Innenstadt immer noch „Ground Zero“ und abgesperrt ist, obwohl die allergröbsten Spuren des Erdbebens vom Februar 2010 beiseite geräumt sind. Aber trostlos ist der Anblick alleweil. Die übrigen Strassen gleichen sich mehr oder weniger alle – es ist topfeben.
Zweimal fahren wir am sozusagen überhaupt nicht beschilderten Botanic Garden vorbei, beim drittenmal finden wir hier in der Umgebung keinen Parkplatz. Somit verzichten wir auch auf dieses Ding und kehren Christchurch etwas enttäuscht den Rücken. Beim Int. Airport fahren wir auch an der Maui-Niederlassung vorbei, bei der wir in gut 2 Wochen unseren Camper abgeben werden. Dann reservieren wir uns im nahe gelegenen Top10-Camping für den 13. Dez. einen Übernachtungsplatz. Denn erstens ist dieser Platz jetzt um die Mittagszeit bereits fast voll; und zweitens haben wir letzte Nacht im praktisch ausgebuchten Akaroa-Camping verbracht. Es scheint, dass die Reisezeit doch langsam beginnt und die beliebteren Campingplätze langsam vorreserviert werden müssen.
Die Strasse nach Springfield
vor dem Arthur Pass ist gesäumt von windbrechenden Alleen, deren Gebüsch und Bäume den Blick in die landwirtschaftliche Umgebung mehrheitlich hemmen. In einem kleinen, gemütlichen Camping in Springfield verbringen wir den Abend. Wir sind zusammen mit einem Zeltler die einzigen Gäste hier. Welch ein Kontrast zum vorherigen Gewühl in Chch.
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PS1: Heute haben wir zum ersten Mal in NZ eine kleine Schweinefarm gesehen. Wir haben uns schon öfter gefragt, woher denn all das Schweinefleisch kommt, das in den Läden grosszügig angeboten wird. Bis jetzt haben wir darauf keine Antwort. Vielleicht steht‘s im Internet.
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PS2: Auch von Windrädern oder Sonnenkollektoren fehlt weiterhin jede Spur!

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